Beutetiere

Die Katze als Mäusefänger wird allgemein für gut befunden. Dass es aber ein viel breiteres Spektrum an Beutetieren gibt, davon können alle Besitzer von Freigängern ein Lied singen. Statistiker schreiben den knapp 8 Millionen für Deutschland geschätzten Katzen millionenfachen Vogel- und Reptilienmord zu, indem sie in England in 618 Haushalten erhobene Daten auf alle Katzen hochrechnen. Die vielen Wohnungskatzen, die über eine erbeutete Stubenfliege schon glücklich sind, werden so zu Killerkatzen und einer Gefahr für die heimische Kleintierwelt abgestempelt.

Der gesicherte Freigang ist meiner Meinung nach ein guter Kompromiss zwischen dem natürlichen Jagdtrieb der Katze und dem möglichen Schaden für die Natur. Vögel und ihre Gelege können geschützt werden und andere mögliche Beutetiere kann man oft noch retten, wenn die Katze stolz ihren Fang dem Besitzer präsentiert. Zum Fressen wird ja meist sowieso nicht gejagt.

In meinem Garten gibt es inzwischen schon so etwas wie die Haus-und Hofschlange, die immer wieder gefangen wird, ohne dass ihr etwas passiert oder sie ihr Territorium verlässt. Gestern habe ich sie den Katzen das dritte Mal weggenommen und sie ist nach einigen Erholungsminuten wieder putzmunter davongeschlängelt.

Libelle

Ebenso erfolgreich konnte ich eine Larve einer Riesenlibelle retten, die dann wenige Stunden später als wunderschönes Fluginsekt schlüpfte.

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